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Schwerpunkte

Neuestes Heft

Cover der Ausgabe 2016/3

traverse 2016/3

Zeiterfahrung – Untersuchungen über Beschleunigung und Entschleunigung von Geschichte

Diagnosen von Modernität treten nicht selten im Kleid von Beschleunigungsdiskursen auf. Ob von der «Tempogesellschaft», der «Gegenwartsschrumpfung» oder der «Verflüssigung des Raums» die Rede ist: immer ist es die Wahrnehmung einer beschleunigten Dynamik des sozialen Wandels, welche den Subtext für zeitdiagnostische Metaphern liefert. In diese Beschleunigungsmetaphern fliessen nicht zuletzt Erfahrungen des Lebensalltags ein, denn das ambivalente Gefühl, für viele Dinge im Leben keine Zeit mehr zu haben, obwohl wir gleichzeitig immer mehr Zeit zu gewinnen scheinen, unterfüttern jene Thesen, welche die Wahrnehmung von Beschleunigung als eine der konstitutiven Grunderfahrungen der Moderne darstellen. Mit dem vorliegenden Heft soll dieses Paradigma in historischer Perspektive problematisiert werden. Die versammelten Beiträge befassen sich unter anderem mit zeitlichen Klassifizierungspraktiken in der frühen Neuzeit, mit Beschleunigungsdiskursen und Zeiterfahrungen im 19. und 20. Jahrhundert, mit den spezifischen Eigen-Zeiten im Kontext kriegerischer Auseinandersetzungen sowie mit zentralen Temporalbegriffen wie Modernisierung oder Fortschritt.

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Vorschau

traverse 2017/1

Verfassung, Staatsbürgerschaft und Schule

Erscheinungsdatum: Montag, 3. April 2017

Neue Verfassungen führten im Zeitalter des Liberalismus oft zur Verabschiedung neuer Schulgesetze, welche die Schule «modernisierten», um neue Staatsbürgerinnen beziehungsweise Staatsbürger zu formen. Die Beiträge des Hefts gehen von diesem Phänomen aus und untersuchen, wie sich in verschiedenen Regionen Vorstellungen über Verfassung, Gesellschaft und Staatsbürgerschaft entwickelten – in der Schweiz und im Ausland – und normativ auf Organisation und Curricula von Schulen auswirkten. Wie legitimierten oder gar verstärkten diese Vorstellungen Differenzierungen nach sozialem Stand, Geschlecht und Bildung? Durch die dichte Kontextualisierung, wie sie die amerikanische Curriculum History vorsieht, wird die Schulgeschichte zu einem integralen Bestandteil einer weiter gefassten Kulturgeschichte, in der auch die Nationalstaatenbildung situiert ist.

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