Plädoyer für eine diverse Geschichte

(Pour une histoire plurielle)

Die Autorin und der Autor dieses Beitrags untersuchen, wie eine intersektionale und multiperspektivische Herangehensweise die emanzipatorische Dimension des Geschichtsunterrichts stärken kann. Anhand von konkreten Beispielen aus der Didaktik, musealen Vermittlungsformaten und digitalen Projekten zeigen sie, wie die Berücksichtigung marginalisierter Stimmen, die Sichtbarmachung vergessener Erfahrungen und die kritische Befragung öffentlicher Geschichtsnutzung dominante Narrative aufbrechen. Durch die Verknüpfung von Gender, Klasse, race und Machtverhältnissen fördert der Ansatz ein kritisches Verständnis der Vergangenheit und ihrer gegenwärtigen Resonanzen und unterstützt Lernende dabei, historische Analysefähigkeit zu entwickeln, die für soziale Fragen und gesellschaftliche Vielfalt sensibilisiert ist.

English abstract

The authors of this article examine how an intersectional and multi-perspective approach can strengthen the emancipatory dimension of history teaching. Using concrete examples from teaching methodology, museum education formats and digital projects, they demonstrate how taking marginalised voices into account, making forgotten experiences visible and critically questioning the public use of history can challenge dominant narratives. By linking gender, class, race and power relations, the approach promotes a critical understanding of the past and its contemporary resonances, and supports learners in developing historical analytical skills that are sensitive to social issues and societal diversity.

Erschienen in: traverse 2026/1, S. 117