Aktuell

Alle Beiträge Aktuell sind im Archiv zu finden:

Dienstag, 27. Oktober 2020

www.revue-traverse.ch

Rezension über die Nummer 2/2019: Pop. Der Sound der Zeitgeschichte in HSK

Mittwoch, 8. Juli 2020

Karl Siebengartner: Rezension zu: Keller, Erich; Missfelder, Jan-Friedrich; Bernasconi, Gianenrico; Koller, Christian (Hrsg.): Pop. Der Sound der Zeitgeschichte. Zürich 2019. ISBN 978-3-905315-77-6, In: H-Soz-Kult, 09.07.2020, www.hsozkult.de

JETZT ONLINE: «Changer de nom pour changer de passé? Échange autour de l’Espace Louis-Agassiz à Neuchâtel, devenu Espace Tilo-Frey» von Isaline Deléderray-Oguey und Chantal Lafontant Vallotton

Freitag, 12. Juni 2020

Aus aktuellem Anlass ist der Debattenbeitrag aus Heft 3/2019 bereits vor Ablauf der Freigabefrist hier verfügbar. Vielen Dank an den Chronos Verlag!
download: www.revue-traverse.ch

Gönnerabonnement

Donnerstag, 30. April 2020

Möchten Sie die Traverse unterstützen? Dann bestellen Sie ein Gönnerabonnement für Fr. 100.- (digital und/oder gedruckt)!

NEU: Traverse als digitales Abo

Sonntag, 12. Januar 2020

traverse kann nun auch als digitales Abo für 50 bzw. 25 (statt 75 bzw. 54) CHF bestellt werden! Ebenso können die Einzelhefte digital bezogen werden (20 statt 28 CHF). Für das Abonnement wenden Sie sich bitte an den Chronos Verlag: www.chronos-verlag.ch .

Call for Papers

Zurzeit ist kein aktueller Call for Papers vorhanden.

Schwerpunkte

Neuestes Heft

Cover der Ausgabe 2020/2

traverse 2020/2

Unter Grund: Eine vertikale Verflechtungsgeschichte

Der Untergrund erregt gegenwärtig grosse Aufmerksamkeit, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. In der Geografie und den Urban Studies wird bereits von einem «vertical turn» gesprochen. Das Themenheft lotet die sich wandelnden menschlichen Beziehungen zum Untergrund in einer langen historischen Perspektive aus. Ausgehend von der These, dass sich die Sphären unter und über Grund gegenseitig bedingen, thematisiert das Heft die diachrone und synchrone Vielfalt menschlicher Imaginationen und Nutzungen des Untergrunds als vertikale Verflechtungsgeschichte. Im Zentrum steht damit die Frage, was wir mehr oder anders sehen, wenn wir uns nicht ausschliesslich auf Vorgänge unter Grund oder an der Oberfläche konzentrieren, sondern diese miteinander in Beziehung setzen. Die einzelnen Artikel erschliessen die Wechselwirkungen zwischen «oben» und «unten» mit Instrumentarien der Umwelt-, Wirtschafts-, Wissens- und Infrastrukturgeschichte sowie aus medientheoretischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive.

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Vorschau

traverse 2020/3

Mobilität

Erscheinungsdatum: Montag, 30. November 2020

Die Erforschung der Alltagsmobilität von Menschen und Dingen tritt vermehrt neben die Betrachtung reiner Verkehrsphänomene. In ihrer täglichen Ausprägung ist sie Teil der materiellen Kultur. Sie umfasst kulturelle, soziale und ökonomische Aspekte, Wissensbestände oder Routinen. Sie findet gleichermassen in der gebauten Umwelt wie in der imaginierten Landschaft statt. Das Konzept der Mobilität bezieht sich nicht nur auf Infrastrukturen, technische Artefakte, Transportleistungen und verkehrspolitische Weichenstellungen. Vielmehr gilt es, auch die sozioökonomischen und raumstrukturellen Potenziale von Verkehrssystemen in den Blick zu nehmen. Thematisiert wird die kulturelle, die geschlechter-, die schicht- oder etwa die altersspezifische Bedingtheit von Mobilitätspraktiken. Für die Mobilität sind nicht zuletzt auch Phänomene konstitutiv, bei denen die Vielzahl individueller Entscheidungen in gegebenen Rahmenbedingungen in eine bestimmte Richtung wirken, ohne dass diese aber Ziel einer verkehrspolitischen Intention oder Resultat einer technischen Innovation gewesen wären. So landet nicht selten im Stau, wer möglichst schnell auf Hauptstrassen vorwärtskommen will, weil viele andere dies auch wollen. Und es entstehen dort neue Trampelpfade, wo viele einzelne vom Weg abweichen.
So verstandene Mobilität beschränkt sich selbstverständlich nicht auf die Zeit der Moderne. Das Feld der Mobilitätsforschung ist inter- und transdisziplinär. Theorie- und Methodenangebote finden sich in Anthropologie, Geografie, Ökologie, Psychologie, Soziologie, Verkehrswissenschaft. Die historische Mobilitätsforschung fokussiert sowohl auf die Entwicklung individueller oder gruppenspezifischer Bewegungen als auch auf die Potenziale zu solchen. Das Quellenspektrum der historischen Mobilitätsforschung ist gleichzeitig vielfältig und prekär, es reicht von literarischen Quellen bis zu amtlichen Statistiken. Zum Tragen kommen sowohl diskursanalytische Verfahren und kulturgeschichtliche Ansätze als auch traditionelle Herangehensweisen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Die aktuelle sozialwissenschaftliche Forschung steht stark im Zeichen des «new mobilities paradigm» (Urry, Sheller, Cresswell). An dieses schliessen wir einerseits direkt an, anderseits wollen wir es aus einer historiografischen Perspektive auch kritisch diskutieren.

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