Aktuell

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Dienstag, 27. Oktober 2020

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Donnerstag, 30. April 2020

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Schwerpunkte

Neuestes Heft

Cover der Ausgabe 2020/3

traverse 2020/3

Mobilität

Die Erforschung der Alltagsmobilität von Menschen und Dingen tritt vermehrt neben die Betrachtung reiner Verkehrsphänomene. In ihrer täglichen Ausprägung ist sie Teil der materiellen Kultur. Sie umfasst kulturelle, soziale und ökonomische Aspekte, Wissensbestände oder Routinen. Sie findet gleichermassen in der gebauten Umwelt wie in der imaginierten Landschaft statt. Das Konzept der Mobilität bezieht sich nicht nur auf Infrastrukturen, technische Artefakte, Transportleistungen und verkehrspolitische Weichenstellungen. Vielmehr gilt es, auch die sozioökonomischen und raumstrukturellen Potenziale von Verkehrssystemen in den Blick zu nehmen. Thematisiert wird die kulturelle, die geschlechter-, die schicht- oder etwa die altersspezifische Bedingtheit von Mobilitätspraktiken. Für die Mobilität sind nicht zuletzt auch Phänomene konstitutiv, bei denen die Vielzahl individueller Entscheidungen in gegebenen Rahmenbedingungen in eine bestimmte Richtung wirken, ohne dass diese aber Ziel einer verkehrspolitischen Intention oder Resultat einer technischen Innovation gewesen wären. So landet nicht selten im Stau, wer möglichst schnell auf Hauptstrassen vorwärtskommen will, weil viele andere dies auch wollen. Und es entstehen dort neue Trampelpfade, wo viele einzelne vom Weg abweichen. So verstandene Mobilität beschränkt sich selbstverständlich nicht auf die Zeit der Moderne. Das Feld der Mobilitätsforschung ist inter- und transdisziplinär. Theorie- und Methodenangebote finden sich in Anthropologie, Geografie, Ökologie, Psychologie, Soziologie, Verkehrswissenschaft. Die historische Mobilitätsforschung fokussiert sowohl auf die Entwicklung individueller oder gruppenspezifischer Bewegungen als auch auf die Potenziale zu solchen. Das Quellenspektrum der historischen Mobilitätsforschung ist gleichzeitig vielfältig und prekär, es reicht von literarischen Quellen bis zu amtlichen Statistiken. Zum Tragen kommen sowohl diskursanalytische Verfahren und kulturgeschichtliche Ansätze als auch traditionelle Herangehensweisen der Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Die aktuelle sozialwissenschaftliche Forschung steht stark im Zeichen des «new mobilities paradigm» (Urry, Sheller, Cresswell). An dieses schliessen wir einerseits direkt an, anderseits wollen wir es aus einer historiografischen Perspektive auch kritisch diskutieren.

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Vorschau

traverse 2021/1

Reichtum. Einblicke in die 5. Schweizerischen Geschichtstage

Erscheinungsdatum: Freitag, 30. April 2021

Im Juni 2019 fanden in Zürich die 5. Schweizerischen Geschichtstage mit über 800 Teilnehmer*innen statt. Die fast 300 Referent*innen aus dem In-und Ausland
beschäftigten sich in 70 Sektionen und drei Keynote Vorträgen mit dem Thema «Reichtum». Nr. 1/2021 der traverse publiziert eine Redaktionsauswahl mit Beiträgen der Geschichtstage, darunter zwei der Keynote Vorträge.
Das Heft versammelt Artikel, die das Konzept «Reichtum» als Ressource, Arbeit, Macht oder Wissen untersuchen und die an den Geschichtstagen vertretenen unterschiedlichen Regionen, Epochen und Themenfelder vertreten. In der Auswahl zeigen sich die Qualität und die Diversität geschichtswissenschaftlicher Forschung, die an den Geschichtstagen präsentiert wurden.
Zwei Aspekte sind mit Blick auf die grosse Bandbreite der Vorträge an den Geschichtstagen besonders zu erwähnen: die Beiträge im Heft sind nicht nur durch wirtschaftsgeschichtliche, sondern auch durch kulturgeschichtliche Zugriffe auf das Thema geprägt und verweisen auf die Durchlässigkeit zwischen verschiedenen methodischen Zugriffen. Zudem liegt neben Beiträgen zur Moderne und Zeitgeschichte ein Schwerpunkt auf der Vormoderne, obgleich an den Geschichtstagen vornehmlich Beiträge über das 19. und 20. Jahrhundert vertreten waren. Weitere Heftrubriken, die ebenfalls auf das Thema «Reichtum» Bezug nehmen, ergänzen diesen Fokus.

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