Aktuell

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Call for Papers

traverse 2020/3

Mobilität

Einreichefrist Dienstag, 31. Dezember 2019

traverse 2021/2

Auf den Spuren des Nutztiers

Einreichefrist Freitag, 31. Januar 2020

Neuestes Heft

Cover der Ausgabe 2019/2

traverse 2019/2

Pop. Der Soundtrack der Zeitgeschichte

Pop ist der Soundtrack der Zeitgeschichte. Die sozialen Bewegungen der vergangenen 60 Jahre sind ohne die Prägungen durch Pop- und Rockmusik nicht erklärbar. Vor allem aber stellte Popmusik selbst ein Medium der Vergesellschaftung dar, bestimmte Zugehörigkeiten und Ausgrenzungen, definierte Szenen und Generationen und übersetzte gesellschaftliche Konflikte in Habitus und Sound. Popmusik und ihre Kulturen setzten globale Waren- und Wissensströme in Gang, liessen gemeinsam geteilte Vorstellungen von der Beschaffenheit der Welt entstehen. Kurz: Popmusik ist als soziale, kulturelle und politische Praxis von unüberhörbarer Bedeutung für die Globalgeschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die pophistorischen traverse-Beiträge nehmen Popmusik als Wissens-, Kultur- und Gesellschaftsphänomen in der Schweiz ernst. Sie beleuchten die Etablierung von Szenen von Hardcore bis Hiphop, verorten die Schweiz in internationalen popmusikalischen Bewegungen von Beat bis Punk oder identifizieren helvetische Hybridkulturen zwischen Pop und Schlager. Dabei ist Pop stets mehr als nur Musik. Die traverse kann aufzeigen, wie stark Popmusik die schweizerische Gesellschaft des 20. Jahrhunderts durchdrang und ihre spezifischen Eigenarten, aber auch transnationalen Vernetzungen widerspiegelte.

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Vorschau

traverse 2019/3

Unternehmen, Institutionen, Territorien

Erscheinungsdatum: Dienstag, 29. Oktober 2019

Nach einer Phase, in der kulturgeschichtliche Ansätze ins Zentrum der Geschichtswissenschaft gerückt sind, lässt sich wieder ein stärkeres Interesse für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte feststellen. Forschende müssen sich allerdings vielfältigen Herausforderungen stellen, insbesondere dem mittlerweile tiefen Graben zwischen der ökonomisch interessierten Geschichtswissenschaft und den historisch interessierten economics. Während die Geschichtsschreibung über längere Zeit ökonomische Problematiken insgesamt eher zweitrangig behandelte, hat sich die Wirtschaftswissenschaft seit den 1970er-Jahren im Zuge einer Mathematisierung und einer Tendenz zur theoretischen Abstraktion zunehmend von den Geistes- und den anderen Sozialwissenschaften losgelöst. Diese akademische Abkoppelung hat zu einer wachsenden Entfremdung zwischen den beiden Disziplinen geführt. Dieses Themenheft von traverse bringt Beiträge zusammen, welche Interaktionen zwischen Unternehmen, Institutionen und Territorien untersuchen. Es greift somit drei klassische Themen der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte auf: Unternehmen als zentrale Akteure von Wirtschaft und Gesellschaft; Institutionen beziehungsweise formale Regeln, welche darauf abzielen, das Verhalten der Unternehmen zu ordnen, und die konstant von sozialen Akteuren neu verhandelt werden; und schliesslich Territorien, in denen Unternehmen ihre Aktivitäten ausüben – oder die von solchen Aktivitäten durchquert werden – und die ihrerseits durch ökonomische Praktiken Form annehmen. Auf diese Weise will das Themenheft einen Beitrag zur Debatte über die soziale und geografische Einbettung unternehmerischer Tätigkeiten in verschiedenen historischen Epochen leisten.

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